„Das Haus hat nur einen Fehler,…es ist nicht von mir.“

Zitat: Prof. Siegbert Langner von Hatzfeldt

Die Architektursprache lockte mit einem beeindruckenden Panorama über das Tal Dresdens aus der Perspektive vom Pool. Das Wetter unterstützte diesen Lockruf mit strahlendem Sonnenschein. Zahlreiche Interessenten waren zur Objektbesichtigung nach Bannewitz gekommen und suchten vorerst Schatten und Kühle in der Einfamilienhaus-großen Garage hinter den dicken Natursteinmauern, bevor die Führung mit den Architekten begann.

Nach einer Begrüßung folgte ein Blick auf eine Handskizze des Bauherrn. Diese zeigte seine erste Vorstellung von einem Neubau auf den bestehenden Mauern des Ritterguts. Im direkten Bezug zum umgesetzten Entwurf brachte dieser Vergleich die Gäste zum Schmunzeln.

Das offene Gebäudekonzept ermöglichte ca. 60 Interessenten Einblicke in die Wohnsituation der Bauherren und den weitläufigen Ausblick über die Stadt, den einige bei den Temperaturen gern vom Pool aus genossen hätten. Eine Badeerlaubnis gab es von der Bauherrin nicht, aber sie erzählte vom Prozess des Bauens. Dieser begann für die Familie mit dem Blick vom damaligen Reihenhaus auf das Nachbargrundstück mit dem alten zerfallenen Rittergut. Während der Zusammenarbeit mit den Architekten wandelte sich die Anfangsidee. Und schließlich formulierte sich das heute sichtbare Resultat, welches nun ein Zuhause für sie und ihre Familie verkörpert.

Fragestellungen aus dem Publikum wurden von den Architekten beantwortet und Gestaltungsansätze in großer Runde diskutiert und kommentiert. Überraschenderweise durfte ein besonderer Gast begrüßt werden: Prof. Siegbert Langner von Hatzfeldt, der als Professor der TU Dresden, Architekt und Stadtplaner bereits Äußerungen zum Wohnungsbau getroffen hat und mit seinem Kommentar:

„Das Haus hat nur einen Fehler, es ist nicht von mir.“

– Stellung zum Objekt bezog.

So zeigt sich der Tag der Architektur: Hintergründe über die Zusammensetzung der Bauaufgabe, welche sich durch die Bauherren und die Architekten formuliert, Architektur erfahren – in all ihren Tiefen. Und so versteht sich „Architektur als öffentliche und soziale Kunst“ – in der ständigen Kommunikation miteinander.

Danke ,

für die Offenheit der Bauherren, das Interesse der Gäste und die Organisation im Rahmens des TdA  durch die Architektenkammer Sachsen.

– zum Projekt